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5.10.2017

Markierungen für die Rückverfolgbarkeit sind der Leim, der alle Prozesse in einer riesigen Metallverarbeitungsanlage zusammenhält

Eines der größten Stahlunternehmen in Europa kämpfte damit, eine Lösung fü die Rückverfolgbarkeit seines Betonstahl-Herstellungsprozesses zu finden. Es war das Ziel, das Produkt in jeder Phase der Wertschöpfungskette (Stahlwerk, Walzen, Lagerung etc.) identifizieren zu können und den Kunden „perfekte Aufträge” bieten zu können.

Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette kann in zwei Arten unterteilt werden: interne Rückverfolgbarkeit innerhalb der Anlagen des Herstellers und externe Rückverfolgbarkeit, wenn das Produkt die Produktionsanlage verlässt. Interne Rückverfolgbarkeit umfasst für gewöhnlich auch Rückverfolgbarkeitscodes an den Arbeitsstellen von Zulieferern innerhalb der Anlage des Herstellers. Die Dokumentation eines Produktes über die gesamte Kette hinweg ermöglicht es sowohl dem Kunden als auch dem Unternehmen, über alle notwendigen Informationen zu verfügen, die im Falle von Abweichungen zur Bewältigung der Situation notwendig sind.

Die größte Herausforderung unseres Kundenunternehmens war es, dauerhafte Markierungen zur Rückverfolgbarkeit auf heißen (100°C/212°F) Stäben aus Bewehrungsstahl zu erschaffen und die Probleme der Rückverfolgbarkeit zu überwinden, wenn die Produkte innerhalb der riesigen Produktionsanlange befördert werden, von einem Hersteller und Zulieferer zum nächsten. Um Prozesssicherheit zu gewährleisten, muss der Betonstahl in jeder einzelnen Phase einen Trackingcode aufweisen, weshalb er während des Herstellungsprozesses mehrmals markiert werden muss. Dem Produktionsleiter der Anlage zufolge ist die Rückverfolgung der „Leim“, der die ganze Lieferkette zusammenhält: Immer, wenn die Stahlstange in kürzere Stück geschnitten wird, muss derselbe Code auf jedem neuen Stück markiert werden.

Bis zu 3116 numerische Zeichen in einem Rückverfolgungscode

Bisher verwendete das Unternehmen numerische Codes, die aufgedruckt wurden. Es wurde aber danach gestrebt, auf fortschrittlichere, maschinenlesbare Codes umzusteigen, die mehr Informationen enthalten können. Daher entschied man sich für Datenmatrizen (2D-Codes), um die Bauteile zurückzuverfolgen. Dies bedeutet, dass der Trackingcode ein zweidimensionaler Barcode ist, der eine große Menge an Informationen auf kleinem Raum beinhalten kann. Eine Datenmatrix kann bis zu 3116 numerische oder 2335 alphanumerische Zeichen enthalten, oder den URL von Webseiten, der mit einem Handgerät gelesen werden kann und den Benutzer direkt mit der Online-Seite mit allen wichtigen Informationen bezüglich des Produktes und der Prozesse verbindet.

Der Kunde zog in Erwägung, bedruckte Etiketten mit 2D-Codes zu verwenden, aber alle herkömmlichen Etikettenmaterialien zum Aufkleben schmelzen oder brennen in den hohen Temperaturverhältnissen in dieser Produktionsumgebung. Etiketten können auch versagen, wenn sie während der Verarbeitung von heißem Metall Ölen und Chemikalien ausgesetzt werden oder indem sie während des Transports zerkratzt und abgewetzt werden.

Die Lösung bot schließlich Cajo Technologies und bestand in dem mehrfach integrierten System Cajo Tailor mit 100W. Diese Option ermöglicht äußerst haltbare, präzise Datenmatrizen, die direkt auf die Bauteile markiert werden. Diese sind dadurch in der gesamten Produktion und Lieferkette maschinenlesbar.

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