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19.11.2018

Senkung der Kosten durch Optimierung der Betriebsmethoden in der Sartorius-Fabrik

Das Unternehmen Sartorius Biohit Liquid Handling Oy konzentriert sich auf die Herstellung von Pipetten und deren Einwegspitzen. In der Sartorius-Anlage in Kajaani werden unter anderem mechanische und elektronische Pipetten für den Gebrauch in Laboratorien hergestellt. Das Unternehmen hat bereits seit Jahren seinen Wettbewerbsvorteil systematisch weiterentwickelt, indem es seine Betriebsmethoden automatisiert und optimiert hat. Ein Entwicklungsaspekt war der Markierungsprozess der Produkte. Noch vor einigen Jahren setzte das Unternehmen zur Markierung der Kunststoffteile der Pipetten sowohl einen traditionellen Markierungslaser als auch Tampondruck ein.

Traditionellerweise ist das Spektrum der mit einem Markierungslaser markierbaren Materialien ziemlich eingeschränkt, und der Gebrauch zweier verschiedener Markierungstechnologien für das gleiche Produkt verlangsamt den Produktionsprozess deutlich. Beim Tampondruck müssen die Markierungen sogar zweimal gemacht werden, damit der gewünschte Farbton erhalten wird. Danach muss das Produkt auch erhitzt werden, damit die aufgedruckte Markierung ordentlich trocknet und sich verfestigt.

Laut Entwicklungsingenieur Tero Tikkanen wurden zu Beginn zwei verschiedene Projekte gestartet: Für den alten Laser wurde ein Ersatz gesucht, während gleichzeitig in einem Projekt zur Reduzierung der Kosten geklärt wurde, ob mit einem Laser der Tampondruck teilweise ersetzt und gleichzeitig die Haltbarkeitseigenschaften des Produkts und die Ökologie des gesamten Prozesses verbessert werden könnten.

Die ersten Markierungslaser von Cajo wurden im Jahr 2015 in der Produktionseinheit in Betrieb genommen. Die markiert werdenden Kunststoffe sind Polypropylen (PP) und Polyamid (PA). Überflüssige Arbeitsphasen konnten eliminiert werden und der Prozess wurde ökologischer, da keine Zusatz- oder Farbstoffe notwendig sind. Die Markierung erfordert keine Nachbehandlung, sondern sie widersteht, so wie sie ist, ehrfachen Behandlungen im Autoklav bei 121 Grad und Abwischen mit Reinigungsmitteln.

Die kundenspezifische Benutzeroberfläche erleichtert den Gebrauch

Laut Entwicklungsingenieur Tero Tikkanen war die von Cajo angebotene kundenspezifische Benutzeroberfläche einer der ausschlaggebendsten Faktoren für die Entscheidung: „Die Konstruktion der Benutzeroberfläche ging auf Basis der Cajo vorgelegten Anforderungen problemlos vonstatten. Die Benutzeroberfläche wurde in der Entwicklungsphase mehrmals inspiziert und sie wurde genau so konzipiert, dass sie unserer Produktion dient“, stellt er fest. „Die Benutzeroberfläche ermöglicht die automatische Berechnung der Seriennummer, d. h. in der Markierungsansicht werden die Daten der Seriennummer eingegeben und das Programm berechnet vom Anfangswert ausgehend automatisch die von der Losgröße bestimmte Anzahl an Seriennummern. Über das Programm kann auch ganz einfach bestimmt werden, ob die untere oder die obere Seite des Produktes markiert wird.“

Anfang des Jahres 2018 löste das Unternehmen seine Produktionseinheit in China auf und verlegte deren Tätigkeiten nach Kajaani. Sartorius sah, dass mit der Verbindung von Produktentwicklung und Produktion eine bessere Kosteneffizienz erreicht werden kann.

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